• Torsten Günzel

"Fabelsaft" von 2F-Spiele


Nach richtig langer Pause nun endlich mal wieder ein neuer Blog-Beitrag. Die letzten Wochen wurde bei uns tatsächlich relativ wenig gespielt (und wenn, dann nur altbekannte und bereits vorgestellte Spiele), aber heute ergab sich endlich mal wieder die Möglichkeit etwas Neues auf den Tisch zu bringen. Das ganze fand im Garten statt - sorry schon mal für den Blaustich auf den Fotos ;)

Gespielt wurde: Fabelsaft von Friedmann Friese aus dem 2F-Spiele Verlag. Seit 1992 entwickelt Friedemann Friese eigene Spiele und sein bekanntestes dürfte Funkenschlag sein. Das stelle ich vielleicht auch irgendwann einmal vor ;) .... aber heute geht es um einen wunderschönen Wald und sehr viele herrliche Früchte.

Darum geht´s:

Und an diese Früchte heran zu kommen und daraus einen tollen Saft zu zaubern .. darum geht es in Fabelsaft. Dabei handelt es sich eigentlich hauptsächlich um ein Kartenspiel. Wir springen mit unserer kleinen Spielfigur auf einen von sechs Orten .. sammeln Früchte ein .. und tauschen diese gegen einen Saft (bzw. lassen diesen aus unseren Früchten pressen). Fertig. So einfach .. aber dennoch gar nicht so trivial wie es scheint.

Verpackung, Material & Aufbau:

Das Spiel kommt in einer sehr schönen handlichen Box daher. Die Illustration ist wirklich sehr gelungen und macht sehr viel Spaß zu betrachten. Deswegen sei auch Harald Lieske hier besonders erwähnt, welcher sich für Grafik und Layout verantwortlich zeichnet. In der Box selber - welche recht schwer ist - befinden sich 240 Ortskarten, 70 Spielkarten, einige Holztiere, Stantzsplätzchen und die Anleitung. Die Karten sind bereits sortiert und so ist der Aufbau relativ schnell zu erledigen. Die gute Anleitung hilft zusätzlich und dem ersten Spiel steht nichts mehr im Wege. Übrigens: die Karten sind in der Box nur in kleinen Plastikbeuteln sortiert – hier hätte man sicherlich ein etwas schöneres Ordnungssytem bieten können.

So spiel es sich:

Mit unserer Spielfigur bewegen wir uns auf ausliegenden verschiedene Orte. Diese Orte sind jeweils ein kleiner Stapel aus vier gleichen Karten. Und jeder Stapel hat zwei Funktionen:

Zum einen steht auf der jeweiligen Karte wie man dort an Früchte gelangt. Bei Ort Nummer #1 zieht man zum Beispiel einfach zwei Stück vom Stapel. Ort Nummer #2 erlaubt es eine Banane gegen zwei beliebige andere Früchte zu tauschen - allerdings mit dem unfreiwilligen Mitspieler. Jeder der vorhandenen Orte hat so eine andere Mechanik um an neue Früchte zu kommen. Es liegen immer sechs Orte gleichzeitig aus und jede Runde muss man von einem Ort auf einen anderen wechseln.

Hat man genug Früchte zusammen kann man auch auf einem Ort seine Früchte in einen Saft tauschen. Jeder Ort ermöglicht andere Säfte. Wird an einem Ort so ein Saft eingelöst, nimmt der Spieler sich die entsprechende Ortskarte und liegt diese vor sich aus. ( die Rückseiten zeigen jeweils einen Saft ) . Dadurch reduziert sich der kleine Kartenstapel und wenn alle vier Ortskarten so verbraucht wurden, wird ein neuer Ort aufgelegt.

Diese neuen Orten haben nun eine neue Mechanik um an Früchte zu kommen und erlaubt auch ein anderes Tauschverhältnis von Früchten zu Saft. Mit einigen neuen Orten kommen sogar neue Regeln ins Spiel. Je nach Anzahl der Spieler ist nach 3-5 Säften Schluss.

Schöne Idee und sinnvoll: Die Ortskarten am Spielende merkt man sich für die nächste Partie. Dadurch gleicht eine Runde nie der nächsten und jedes weitere Spiel bringt neue Möglichkeiten und neue Regeln. Da jede Runde an sich relativ kurz ist (circa 15-20 Minuten) bleibt das ganze so auch sehr schön abwechslungsreich

Unser Fazit:

Ein schönes, sehr liebevoll illustriertes Kartenspiel. Einfach, aber mit den in späteren Spielen neu hinzukommenden Orten bleibt es abwechslungsreich und spannend. So gelingt auch der Spieleinstieg einfach und neue Regeln kommen erst nach und nach hinzu. Tolle Idee!

Das meint Torsten: "Die Idee mit den wechselnden Orten ist wirklich schön. Das Spiel selber nicht zu schwer, und alle Partien gingen bisher relativ knapp aus. Meistens entscheidet sich ganz eng wer gewinnt. Spätere Orte erlauben auch einige nicht ganz so nette Aktion gegen die Mitspieler. Auf diese verzichten wir meistens, damit der Spielspaß nicht so leidet. Einfach einen Ort überspringen .. so bleibt das Spiel auch für jüngere Spieler spielbar."

Das meint Alex: " Schönes, kurzweiliges Kartenspiel. Mit späteren Orten bleibt es ganz schön abwechslungsreich. Die Illustration macht viel Spaß und die Motive sind sehr ansprechend."

Das meint Linus (6): "Am liebsten mag ich den Ort, wo man so viele Früchte ziehen darf, bis man eine Frucht doppelt hat. Das ist immer super spannend und manchmal kann ich sogar vier oder fünf Früchte ziehen. Witzig ist auch der Affe und die Möglichkeit anderen Spielern Früchte zu klauen."

Das meint Lara (11): "Wirklich schöne Karten und eigentlich ein ganz schönes Spiel. Leider spielen hier wieder alle gegeneinander und das mag ich nicht so."

Unser Familien-Rating (1-6, Schulnotensystem): 2

Altersempfehlung: ab 8+ (beschränkt man sich auf die "einfachen" Orte, ist 6+ möglich!

Spieler: 2-5

Preis: ca. 20€

Anleitung: Note 2 gut und verständlich

Aufbau: Note 1 - *super schnell

Material: Note 1 * Eine 1 für die tolle Illustrationen !

Spielerlebnis: Note 2 *Schönes, schnelles Spiel ohne lange Wartezeiten. Macht viel Spaß und bietet die Möglichkeiten, sehr taktisch zu spielen.

Frustgefahr: Note 1-2 * Gering.

Wiederspielwert: Note 1-2 * Dadurch, dass immer neue Orte aufgedeckt werden und die Mechanik sich ständig verändert, bleibt es viele Partien abwechslungsreich.

Fotogallerie:

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