• Torsten Günzel

"Leo muss zum Friseur" von Abacus Spiele


Bei dem Cover musste ich zuschlagen ;) - und außerdem bin ich an nominierten Kinderspielen des Jahres immer interessiert. Von AbacusSpiele haben wir nun auch noch nicht so viele. Und natürlich ein Spiel aus der Feder von Leo Colvoni - ein italienischer Spieleautor mit einer sehr langer Liste von Spielen ( der ganz große Erfolg blieb ihm bisher aber verwehrt). Alles sprach für den Kauf. Und so waren wir vor den ersten Runden sehr gespannt ob und wie es uns gefallen würde.

Darum geht´s:

Unser Held Leo muss dringend wieder zum Friseur. Wenn nur der Weg nicht so lang wäre und so viel Ablenkung in Form von Leos tierischen Freunden vorhanden wäre. Und so muss Leo einen recht langen Weg zum Friseur meistern. Und wir helfen ihm dabei, denn durch unsere Karten bewegen wir ihn. Dabei stimmen sich die Spieler ab, denn es ist unser gemeinsames Ziel Leo´s Mähne wieder zu stutzen. Also richtig schön kooperativ. Wir haben insgesamt fünf Runden Zeit, es wird also spannend:

Verpackung, Material & Aufbau:

Der Pappkarton kommt im recht handlichen Maßen daher, ist robust und nett illustriert. Darin befinden sich jede Menge Pappplätchen, kleine Karten und eine Holzfigur: Leo, die einzige Figur die sich im Spiel bewegt. Die Anleitung ist ebenfalls schön gestaltet und leicht verständlich. Der Aufbau ist flott: Leo steht in seinem Haus, aus den Plättchen legen wir einen verdeckten Weg (egal wie) zum Friseur. Die Uhr und Leo inklusive seiner wilden Mähne kommen auch auf den Tisch. Nun noch die Bewegungskarten verteilt, los gehts!

So spiel es sich:

Zu Beginn einer Runde sind alle Bewegungsfelder verdeckt. Mit unseren Bewegungskarten können wir Leo zwischen ein und vier Felder weit bewegen. Und so schicken wir Leo Morgens um 8 Uhr auf die Reise. Zum Beispiel mit einer "Roten 1". Leo zieht also ein Feld und wir schauen, auf welcher Karte er steht: Ist diese rot? Dann haben wir alles richtig gemacht, denn Leo lässt sich nicht aufhalten. Oder ist es ein Wegweiser? Auch super, denn auch dieser kostet keine Zeit. Oft ist es aber eine andere Farbe, und dann fängt Leo mit dem Bummeln an. Auf der Karte steht dann, wie viele Stunden Leo vertrödelt (z.B. 3 Stunden). Die Uhr stellen wir entsprechend drei Stunden weiter. Und so geht es weiter: Wir nutzen wieder eine Bewegungskarte und schauen, wo Leo landet. Früher oder später sind 12h rum und Leo hat es an dem Tag leider nicht geschafft. Die Mähne wächst und Leo startet wieder von vorne.

Zum Start der neuen Runde passiert nun folgendes: Die Wegkärtchen werden wieder verdeckt (wir müssen uns aber merken, was wo liegt = Memory). Leos Mähne wächst um einen betrachtlichen Teil (das geht max. 4x, daher in Summe 5 Runden). Außerdem werden die Bewegungskarten gemischt und neu verteilt.

Die neue Runde bietet nun einen entscheidenen Vorteil: Wir kennen einige Plättchen und können Leo gezielter bewegen. Vorausgesetzt wird haben uns gemerkt, was wo liegt. Und so wird Leo ein ganzes Stück weiter den Weg schaffen als noch die Runde davor.

Bis zu fünf Runden bewegen wir Leo so, erfahren immer mehr über den Weg und können Leo besser steuern. Schaffen wir es bis Ende der 5. Runde und Leo erreicht den Friseur, ist das Spiel geschafft.

Unser Fazit:

Ein klassisches Merkspiel - aber in sehr schöner Gestaltung und liebevoll gemacht. Die Herausforderung besteht nur darin, sich zu merken welche Wegplättchen wo liegen. Das gelingt um so besser, desto mehr Spieler man ist. Theoretisch kann das Spiel auch alleine gespielt werden (macht bei uns aber keiner). Der Lerneffekt ist überschaubar, aber der Spaß ist dennoch immer da, denn die Spannung, ob man sich wirklich richtig gemerkt hat was wo liegt ist spürbar und macht den größten Spielspaß aus.

Das meint Torsten: "Ich bin nicht enttäuscht sondern freue mich über das Spiel. Ein klassisches, schnelles Merkspiel in schöner Aufmachung. Der Glücksfaktor ist sehr gering."

Das meint Alex: "Linus und Lara haben viel Spaß daran sich zu beweisen, wer sich besser die Farben der Plättchen merken kann. Das kann in Stress ausarten, macht es aber glücklicher Weise nicht. Die Spiele laufen sehr harmonisch ab, ein gutes Zeichen ;) "

Das meint Linus (5): "Ich mah Leo und seine wilde Mähne. Wenn die von Runde zu Runde wächst. Und ich mag die Spannung ob wir uns alles richtig gemerkt haben."

Das meint Lara (10): "Ja, ein nettes Spiel. Nach einer Runde ist aber auch gut für ein paar Tage. Die Bilder der anderen Tiere finde ich ganz gelungen."

Unser Familien-Rating (1-6, Schulnotensystem): 2-3

Altersempfehlung: ab 4+

Spieler: 2-4

Preis: ca. 20€

Anleitung: Note 2 *Gut

Aufbau: Note 2-3 * Geht recht schnell wenn man es paar mal gemacht hat. Ein wenig Verzögerung durch die Aufräumarbeiten zwischen den Runden.

Material: Note 2 * Stabile Karten, schön gezeichnet, Holzfigur

Spielerlebnis: Note 2 -3 *Kooperatives, sehr faires Spiel.

Frustgefahr: Note 1 *Kein Frust.

Wiederspielwert: Note 3 *Am Ende ist es ein einfaches Merkspiel, nach einer Runde haben wir eigentlich genug und spielen lieber noch was anderes. Aber es wird immer wieder gerne raus geholt. Und Leo sieht einfach cool aus!

Fotogallerie:

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© 2016-2020 by Torsten Günzel.