• Torsten Günzel

"Ubongo - Junior" von Kosmos


Mit Ubongo Junior widmen wir uns auch schon einem "Klassiker". 2003 erschien erstmalig die normale Ausgabe, 2005 wurde diese in Deutschland von Kosmos in den Markt gebracht. Das Legespiel, welches stark an Tetris erinnert, gibt es nun schon seit einigen Jahren auch in einer Junior-Variante ab 5+. Und genau diese haben wir uns nun endlich zugelegt und berichtet mal von unseren ersten Runden.

Darum geht´s:

Jeder Spieler hat neun kleine Figuren mit schönen Tierbildchen drauf. Diese haben verschiedene Formen, erinnert stark an Bauteile von Tetris. Jede Runde zieht man eine neue Vorlage, in welchen zwei oder drei (je nach Schwierigkeitsgrad) der Figuren genau reinpassen müssen. Und so wird gelegt - im Wettstreit gegen die anderen Spieler und gegen die Uhr. Der erste Spieler, der er schafft die Figuren richtig zu legen, ruft laut "Ubongo" und bekommt die meisten Edelsteine für diese Runde. Nach einigen Runden schaut man, welcher Spieler die meisten Steine erspielt hat.

Verpackung, Material & Aufbau:

Eine klassische Box mit darin enthaltenen Spielmaterial ohne Brett. Statt dessen hat jeder Spieler 9 kleine Legefiguren, welche in eine Zip-Log-Türe verstaut werden. Passende Tüten liegen praktischer Weise bei. Dazu gesellen sich die Karten, auf denen die Aufgaben gedruckt sind. Haptisch schön ist der Stoffbeutel mit den kleinen Edelsteinen. Diese gibt es als Belohung. Eine kleine Sanduhr rundet das Material ab.

Durch die Tütchen hat jeder Spieler sofort seine neun Tierchen parat. Einen kleinen Stapel mit den Aufgaben bilden, Edelsteine bereit legen. Fertig, los. Der Aufbau ist sehr einfach und prägt sich selbst den Kindern so schnell ein, dass diese nach 1-2 Partien selber aufbauen können.

So spiel es sich:

Die Schwierigkeit kann etwas variiert werden. Die Aufgaben-Karten haben zwei Seiten: Die grüne Seite ist einfacher, der Spieler braucht nur zwei Figuren, während die gelbe Rückseite mit drei Figuren etwas schwieriger ist.

Jeder Spieler nimmt sich eine Aufgaben-Karte und wählt in Ruhe die Tiere, welche für die Aufgabe auf der Karte vorgegeben sind. Liegt alles bereit dreht der jeweilige Startspieler die Sanduhr - und los gehts. Wie bei Tetris versucht man nun auf seiner Aufgaben-Karte die Tiere so anzuordnen, dass die vorgegebenen Felder ausgefüllt sind. Hat man dies geschafft ruft man stolz ein "Ubongo" in die Runde. War man erster, bekommt man im Spiel zu Dritt ganze drei Edelsteine aus dem Beutel. Der Zweite noch zwei und der letzte immerhin noch einen Edelstein. Sofern er in der Zeit liegt. Ist die Zeit abgelaufen, gibt es keine Punkte mehr. So spielt sich Runde für Runde (i.d.R. sind es sieben) und am Ende schaut man, wer besser legen konnte und so am meisten Edelsteine gesammelt hat. Wählen die kleineren Kinder die einfachere Seite und die Erwachsenen die etwas schwierigere Seite gleicht sich das sogar ganz fair aus. Wer das normale Ubongo (für Erwachsene) hat, kann sogar beide Ausgaben miteinander kombinieren.

Unser Fazit:

Wer Tetris liebt wird auch Ubongo lieben. Die schönen Zeichnungen machen Laune, in Summe ist das Material aber recht einfach gehalten. Der Beutel mit Edelsteinen wertet das Material auf, hat aber im Spiel nur eine Nebenrolle. Ist aber auch egal, denn der Reiz liegt ja im Legen. Dabei wäre etwas mehr Abwechslung in den Aufgaben-Karten nett gewesen. Es ist nicht wirklich störend, aber es kommt schon das Gefühl auf das man während einer Partie öfters mal gleiche oder zumindest sehr ähnliche Aufgaben hat.

Es gestaltet sich aber wirklich fair und das ist der große Pluspunkt: Obwohl alle gegeneinander spielen, haben die Erwachsenen nicht wirklich Vorteile und so ist es eine schöne, auch recht kurzweilige (ca. 15 Minuten) Spielrunde.

Das meint Torsten: "Ich mag solche Legespiele, mag die netten Zeichnungen an denen man sich immer wieder neu erfreut und mag auch die Spielmechanik. Etwas mehr Abwechslung in den Aufgaben wäre allerdings schön gewesen."

Das meint Alex: "Schönes Legespiel nach Tetris-Art. Kindgerecht macht es auch Erwachsenen Spaß und die gemeinsame Spielrunde bereitet viel Freude. Der schnelle und einfache Aufbau sind familienfreundlich und die Anleitung gut verständlich."

Das meint Linus (5): "Das Legen der Tiere ist super und macht Spaß. Und ich habe schon zwei mal gewonnen und sogar Mama und Papa besiegt. Das ist super."

Das meint Lara (10): "Ganz ok. Im Moment spiele ich nicht so gerne sondern bin viel lieber draußen. Aber für eine kleine Runde am Abend mal ganz gut."

Unser Familien-Rating (1-6, Schulnotensystem): 2-

Altersempfehlung: ab 5+

Spieler: 2-4

Preis: ca. 20€ .

Anleitung: Note 2 *Alles verständlich und schön erklärt.

Aufbau: Note 2* Geht wirklich schnell und dank praktischer Tütchen hat jeder Spieler seine Figuren direkt parat

Material: Note 3 *Die Legefiguren hätten auch aus Holz sein können, das müsste für den Preis zu machen sein. Die Aufgaben-Karten sind recht robust, aber den Langzeittest müssen sie erst noch bestehen.

Spielerlebnis: Note 2-* Macht wirklich viel Spaß. Nur die etwas wenig Abwechslungsreichen Aufgaben-Karten sind auf Dauer etwas langweilig

Frustgefahr: Note 2 * In den bisherigen Runden gestaltet sich das Spiel sehr fair und alle Spieler haben eine echte Chance.

Wiederspielwert: Note 2 *Wird gerne gespielt, weil der Aufbau schnell erfolgt, das Spielprinzip super schnell verstanden wird, die Runden nicht zu lange dauern. Passt alles.

Fotogallerie:

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