• Torsten Günzel

"Wer war´s ?" von Ravensburger


Endlich lag mal wieder der "Klassiker" und das Kinderspiel des Jahres 2008 auf dem Tisch. Da diese erste Variante von "Wer war´s" uns eigentlich am Besten gefällt, wurde es Zeit dazu den passenden Blogbeitrag zu schreiben. Aus der Feder von Reiner Knizia stammt diese Variante und ist wirklich immer wieder spielenswert.

Darum geht´s:

In einem Schloss wurde ein Zauberring gestohlen. Der hat die tolle Eigenschaft, dass man mit ihm einen bösen Zauberer abzuwehren vermag. Nun ist der Ring weg und wer macht sich direkt auf dem Weg um uns alle ordentlich zu unterwerfen und das Land an sich zu reißen - richtig, der böse Zauberer. Wir müssen also den Ring bzw. dessen Dieb finden. Helfen werden uns die Tiere im Schloss, welche uns wertvolle Tipps geben. Aber was ist das ... hören wir da nicht das schaurige Wimmern eines Geistes?

Verpackung, Material & Aufbau:

Die große Box ist nichts für das Picknick zwischendurch, aber sie beinhaltet alles Zubehör schön aufgeräumt. Spielplan und Plättchen sind aus robuster Pappe, die Elektronik-Box aus Plastik, aber sieht an sich ganz gut aus. Die Figuren aus etwas einfachem Plastik, schöner dagegen der Geist. Die Anleitung ist - wie auch das Spielbrett - schön gezeichnet und beschreibt nachvollziehbar das Spielprinzip. Der Aufbau geht schnell von statten: Elektronik-Box raus, Futterplättchen, Schlüssel und mögliche Täter neben das Spielbrett legen, Spielfiguren und Geist in die entsprechenden Räume - los geht´s!

So spiel es sich:

Das Spiel nutzt die gleiche Mechanik wie der Nachfolger "Wer war´s?" 2. Wir müssen nur hier nicht unser Herrchen suchen, sondern den Dieb des magischen Rings. Sorry das wir den älteren Titel nachträglich beschreiben ;) ... aber ich will sagen: Wer "Wer war´s" kennt, kennt die Mechanik beider Teile.

Wir starten also los und suchen Hinweise auf den Täter. Die Tiere im Schloss (jeder Raum beherbergt ein Tier) geben uns die Tipps (alles über die Elektronik in Form einer Truhe), welche uns nach Ausschlussverfahren nach und nach den Täter identifizieren lassen. Nur blöd das die Tiere uns nicht einfach so verraten was sie wissen: Das richtige Futter muss her - und das liegt im Schloss verteilt rum. Der Ablauf ist also wie folgt: Im Raum nach Futter suchen, das Tier nach seinem Appetit fragen (so sagt der Esel z.B. "Ich möchte den Apfel haben"). Hat man den Apfel irgendwo gefunden und diesen auch im Gepäck dabei (in Form einer Katze, welche uns begleitet und bis zu zwei verschiedene Futterstücke trägt) - verrät einem das Tier was spannendes zum Täter oder gibt wertvolle Tipps. So sucht man nach und nach Futter zusammen, entdeckt zwischendurch auch mal Schlüssel und muss das Geheimnis lüften, wie wir verschlossene Türen öffnen. Denn auch im Turm und im Verlies sollten wir die Tiere füttern, nach Futter oder ggf. müssen wir darin auch den Dieb suchen.

Haben wir die meisten Tiere gefüttert werden wir die 2-3 möglichen Täter identifiziert haben. Mit ausreichend Schlüsseln bewaffnet stellen wir diese zum Ende des Spiels und entdecken so in einer Truhe den gesuchten magischen Ring. Aus der Spielserie ist dabei bekannt: Die Zeit läuft gegen uns (nicht reale Zeit, sondern es werden die Anzahl an Zügen gezählt) und wir müssen den Schlüssel finden, bevor um 6 Uhr Abends der böse Zauberer das Schloss erreicht. Die Elektronik zeigt dabei durch Glockenläuten die Uhrzeit an.

Unser Fazit:

Der Wettlauf gegen die Zeit macht hier das Spiel aus. Wie bei den anderen Spielen der "Serie" (Wer war´s, Wer war´s 2, Schnappt Hubi, Captain Black) zählt die Elektronik die Anzahl der benötigten Züge und lässt die Zeit fortschreiten. Das steigert natürlich die Spannung wenn es zum Ende hin zu geht. Die Reise durch das Schloss, das Befragen der Tiere, das öffnen der Geheimntüren - alles macht Laune und nichts ist wirklich störend. Der Geist wandert durchs Schloss und versperrt schon mal den Weg oder unsere Spieler flüchten vor ihm ins Kinderzimmer. Das läuft schöner ab als dieses ewige Weggabelung-Drehen beim zweiten Teil. Auch die Zuordnung Tiere-Futter funktioniert eingänger als die Zuordnung von Bewohner, Schlüssel und Haus in Wer war´s 2. In Summe sorgt das dafür, dass der erste Teil bei uns etwas lieber gespielt wird.

Das meint Torsten: "Ich mag eigentlich alle Teile dieser Brettspiel+Elektronik Reihe von Ravensburger und finde es gerade abwechslungsreich, wenn man mehrere Teile daraus hat. Dabei ist Wer war´s 1 durchaus stimmig und spielt sich flüssig durch. Für mich etwas besser als Teil 2, aber nicht ganz so gut wie Schnappt Hubi."

Das meint Alex: "Die Zuordnung Futter zu Tiere verstehen die Kinder sehr schnell und gut. Es gibt auch eigentlich kein Frustfaktor. Wichtiger Hinweis: Die Schwierigkeit lässt sich verstellen, die Elektronik steht im Standard auf "Mittel". Ein Blick in die Anleitung verrät wie man die Schwierigkeit einstellt."

Das meint Linus (5): "Die Tiere sind toll, der Turm mit der Eule und das Verlies mit dem Drachen sind die spannendsten Orte. In manchen Räumen gibt es Geheimtüren und Falltüren - die mag ich."

Das meint Lara (10): "Ich mag Schnappt Hubi viel lieber als die beiden Wer war´s Teile. Die sind irgendwie langweilig. Wenn es aber Wer war´s sein soll, mag ich auch diesen Teil etwas lieber da es keine blöden Wege gibt, die ständig versperrt sind."

Unser Familien-Rating (1-6, Schulnotensystem): 2-

Altersempfehlung: ab 5+ klappt super, auch 4+ geht schon

Spieler: 2-4

Preis: sollte für unter 25€ zu finden sein

Anleitung: Note 3 *Gut verständlich und erklärt. Könnte etwas kürzer sein. Schade das die Schwierigkeit sich etwas kompliziert einstellen lässt.

Aufbau: Note 2 *Schnell gemacht, gibt kaum was zu tun

Material: Note 2-3 *Pappe ist stabil, Geist schön gestaltet. Spielfiguren könnten schöner und farbenfroher sein.

Spielerlebnis: Note 2 *Logik ist nachvollziehbar und auch für 4+/5+ verständlich

Frustgefahr: Note 1-2 *Sackgassen gibt es keine

Wiederspielwert: Note 2-3! Wenn man mehrere Teile der Serie hat wird man sich darunter abwechseln. Dann ist auch der Wiederspielwert nach einer längeren Pause sehr hoch. Mehrere Runden hintereinander spielen wir eigentlich nicht.

Fotogallerie:

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© 2016-2020 by Torsten Günzel.